Pferdefütterung - kein Buch mit sieben Siegeln!

Um für unsere Pferde eine optimale Fütterung zu realisieren, haben wir 1999 – damals noch “einfache” Pferdebesitzer – begonnen, uns für die Abhängigkeiten der einzelnen Futterkomponenten untereinander zu interessieren. Schnell wurde uns klar, dass man ohne die Hilfe eines Computers nicht die Übersicht behalten kann. Rationsberechnungen kosteten zum damaligen Zeitpunkt soviel Geld, dass wir uns für unseren Eigengebrauch selbst eine Kalkulationstabelle gebastelt haben. Als wir diese unseren Freunden (auch pferdeverrückt) zeigten, entstand ein immer komplexeres Berechnungsschema, das mittlerweile sogar (fast) mit professionellen Berechnungen mithalten kann.

Da wir nicht nur unsere Pferde optimal versorgt wissen wollen, sondern auf diesem Sektor Überzeugungsarbeit für eine hochwertige, gesunde Pferdeernährung leisten wollen, stellen wir unsere Berechnungstabelle hier zum kostenlosen Download bereit!

Um die Berechnung zu verstehen gibt es auf dieser Seite Infos zu:

Futterwagen
Gutes Futter ist wichtig!

 

Die verschiedenen Futter und Zusatzfutter kann man nun in beliebiger Zusammenstellung kombinieren. Die Kalkulation zeigt dann immer die Summe der verfütterten Inhaltsstoffe an. Dem ist der Leistungsbedarf verschiedener Pferde gegenüber gestellt. Der Download der Rationsberechnung findet sich hier.

Wer noch tiefer in die Materie einsteigen will, findet hier den Einstieg in weiterführende Literatur.

Die Vorteile unserer Futterberechnung:

  • Wir sind unabhängig von Herstellern
  • Vielfach kann man in der Frage, welches Futter zu geben ist nicht frei entscheiden. Die Berechnung zeigt Wege, dass vorhandene Futter gezielt ohne unnötige Kosten aufzuwerten.
  • Man kann die Preise (wenn man die Einzelpreise kennt) der verschiedenen Futtersorten mit in die Berechnung einbeziehen und so verschiedene Fütterungsvarianten über den Preis vergleichen.

Anmerkungen:

Die Berechnung einer Futterration für Pferde beinhaltet viele Unsicherheiten da Heu, Stroh und Getreide als Naturprodukte eine schwankende Qualität haben. Daher kann auch das vorliegende Berechnungsschema allenfalls ein Anhaltspunkt sein. Trotzdem erreicht man durch die Beschäftigung mit der Rationsberechnung ein gutes Verständnis über die Zusammenhänge in der Pferdefütterung.

Und vor allem bei der Einschätzung der benötigten Energie bitte nicht vergessen:

Die alte Bauernregel “Das Auge füttert das Pferd” gilt auch heute noch!

Unsere Berechnungstabelle soll ständig erweitert werden. Daher bitte noch nicht aufgenommene Futtermischungen oder Futtermittel in die Berechnung eintragen und an uns per E-Mail weiterleiten.

Futter beurteilen

Heu und Stroh

Das Pferd als Steppentier bezieht seine Grundnahrung aus langfaserigem Futter. Hierzu eignen sich gute, staub- und schimmelfreie Qualitäten von Heu und Stroh (Schlechte Heu und Strohqualitäten sollten für Pferde tabu sein, da sonst Atemwegserkrankungen unweigerlich die Folge sind). Im Idealfall sollte dieses Futter als Grundfutter ad libitum zur Verfügung stehen. Erst wenn mit dieser Futtergabe der Energiebedarf des Pferdes nicht mehr gedeckt werden kann, sollte mit Körnerfutter ergänzt werden (daher der Name Ergänzungsfutter).

Bei der Fütterung von Stroh ist darauf zu achten, dass die gefütterte Strohmenge nicht ein Drittel der Gesamtraufuttermenge übersteigt. Anderenfalls besteht die Gefahr einer Anschoppungskolik.

Pellets oder Körner

Die Verdauung beginnt beim Pferd, genau wie beim Mensch, bereits im Maul. Dort wird das Futter durch die Kautätigkeit zermahlen und eingespeichelt. Bei der Gabe von Pellets kann man beobachten, dass diese ohne große Kautätigkeit heruntergeschlungen werden. Das für eine effiziente Verdauung so notwendige Einspeicheln findet nicht oder nur in sehr geringem Umfang statt. Es besteht eine erhöhte Gefahr von Schlundverstopfungen. Außerdem wird die Darmtätigkeit durch Pellets erheblich weniger angeregt als durch Körner. Aus diesen Gründen ist bei Pelletfütterung am Ende des Dünndarms noch eine erhebliche Menge unverdaute Stärke vorhanden. Diese Stärke wird im Dickdarm äußert uneffektiv verstoffwechselt. Außerdem besteht hier die Gefahr von Koliken durch Fehlgährungen im Dickdarmbereich.

Eiweiß / Energie

Um den Gehalt an verdaulicher Energie in einem Mischfutter zu steigern, sind vor allem die Rohnährstoffe Rohfett und die N-freien Extraktstoffe (siehe unten bei Energieberechnung) geeignet. Rein rechnerisch ist dies auch durch Rohprotein möglich, aber bei bedarfsüberschreitenden Proteingaben werden die Proteine in energieverbrauchenden Stoffwechselprozessen abgebaut. Am Ende dieses Prozesses ist die aus dem Futter real zur Verfügung gestellte Energie (Nettoenergie) geringer als die eines eiweißärmeren Futters, das rechnerisch weniger Energie bereitstellt (Fälle in denen zuviel Eiweiß gefüttert wird findet man relativ häufig: Dünnes, relativ kraftloses Pferd mit struppigem Fell, das Unmengen von Kraftfutter bekommt). Von diesem Weg kann daher nur dringend abgeraten werden.

Die energiereichen Fette haben den Vorteil eines hohen Brennwertes und einer hohen Verdaulichkeit. Die einsetzbare Menge ist jedoch begrenzt (siehe Futterationsberechnung), da Pferde keine Gallenblase haben und daher mit größeren Mengen Fett nicht fertig werden. Bei einer geplanten Ölzugabe sollte die Dosis daher auch langsam auf die geplante Menge gesteigert werden!

Getreideaufschlüsse

Futterherstellung für Hof Lüttgesheide
Die Herstellung des hochwertigen Futters für Hof Lüttgesheide erfolgt nach unserer eigenen Rezeptur

Getreide können zur besseren Verwertung im Pferdemagen durch thermische Prozesse (Hitze) aufgeschlossen werden. Gängige Verfahren sind mikronisieren, aufpoppen, rösten und hydrothermisch aufschließen. Die Futtermittelhersteller, die so behandelte Getreide einsetzen argumentieren oftmals, dass der Energiegehalt dieser Futter besonders hoch ist, weil die Verdaulichkeit durch den thermischen Aufschluß steigt. Dies ist so nicht ganz korrekt, die Verdaulichkeit von Stärke liegt ohnehin bei 80 % (siehe Energieberechnungsschema). Der Gehalt an verdaulicher Energie kann also wenn überhaupt nur unwesentlich gesteigert werden. Der eigentliche Effekt der thermisch behandelten Getreide, der in einer Verschiebung des Verdauungsortes liegt, bewirkt eine Steigerung der dem Pferd zur Verfügung stehenden Nettoenergie. Um energetisch effizient ausgenutzt zu werden muß die Getreidestärke im vorderen Verdauungstrakt, d.h. im Magen und im Dünndarm verdaut werden. Eine Verdauung im Dickdarm erfolgt unter Zuhilfenahme von Mikroben und dies ist verhältnismäßig uneffektiv (außerdem gibt es auch noch andere Nachteile wie Kolikgefahr durch Fehlgährungen).

Im Fall von Mais wurde dies experimentell untersucht. Die Verwertung der Maisstärke bis zum Dünndarmende stieg von rund 30% im unbehandelten Korn auf etwa 90% im gepoppten Korn (Meyer u.a., 1993). Bei den anderen drei für die Pferdefütterung relevanten Getreidesorten Hafer, Gerste und Weizen sind die Steigerungen nicht ganz so spektakulär aber ebenfalls erheblich.

Ob thermisch aufgeschlossene Getreide in der Futtermischung verwendet werden, ist in der Regel in den Prospekten der Futtermittelhersteller erwähnt. In den Futterrationen von Hof Lüttgesheide ist die Gerste und der Mais thermisch aufgeschlossen.

Vitaminisierung / Mineralisierung

In allen Misch-Kraftfuttern sind mehr oder weniger Vitamine und Minerale zugefügt. In der Futterrationsberechnung ist zu sehen, wieviel das individuelle Pferd braucht. Woher die Vitamine und Minerale kommen ist dabei sekundär. Wenn das Kraftfutter so reichhaltig vitaminisiert und mineralisiert ist, dass man auf ein Zusatzfutter verzichten kann, ist das Futterhandling viel einfacher. Am Ende sollte der Geldbeutel entscheiden.
Wichtig ist, dass darauf geachtet wird, dass es zu keiner Überversorgung kommt!
Kräuter

In einigen Mischfuttern sind Kräuter enthalten, außerdem werden auf dem Markt verschiedene Kräuterprodukte abgeboten. Dies ist bei der heute üblichen Wiesenmonokultur ein durchaus sinnvoller Zusatz. Dabei sollte man aber darauf achten, dass das Futter nicht nur gut riecht (ätherische Öle – Vorsicht bei Allergikern) sondern auch wirklich dem Preis entprechend Kräuter enthält!

Grundsätzlich kann man drei verschiedene Kräuterzusätze in Hauptfuttern auf dem Markt finden:

  • Kräuter die die Atemorgane unterstützen
  • Kräuter die Ekzemlindernd sind beziehungsweise die den Stoffwechsel anregen und das Fell unterstützen )z.B. gegen das Sommerekzem bei Isländern)
  • Kräutermischungen die die Gesundheit des Pferdes allgemein unterstützen

Kräuter, die die Gesundheit allgemein unterstützen, können nach unseren Erfahrungen in niedriger Dosierung ganzjährig gegeben werden.

Kontinuierliche hohe Dosierung von Kräutern ist dagegen schädlich, da die erhoffte Wirkung über den “Gewöhnungseffekt” im Laufe der Zeit nachläßt.

Pferdegewicht ermitteln

Gewichtsschätzung beim Pferd
Gewichtsschätzung beim Pferd

Für eine korrekte Futterrationsbetrachtung ist das Gewicht des Pferdes die wichtigste Ausgangsgröße. Aber auch sonst ist das Wissen um das korrekte Gewicht aus vielen Gründen sinnvoll. Auf Hof Luettgesheide steht daher allen Pferden eine digitale Pferdewaage kostenfrei zur Verfügung.

Da dies nicht überall gegeben ist, bieten sich für eine korrekte Gewichtsermittlung zwei Wege an:

1. Man bestellt eine mobile Pferdewaage zum Stall. Passende Links (ggf. auch Google fragen):

 

2. Man fährt mit Pferd und Hänger zur nächsten Lastwagen-Waage und wiegt dort. Die Genauigkeit hier ist allerdings etwas geringer, als die auf einer speziell gebauten Pferdewaage.

Sind die genannten Möglichkeiten nicht gegeben, ist aus der Literatur folgende Formel bekannt, die meist brauchbare Werte liefert:

(z.B Helmut Mayer, Pferdefütterung, Blackwell Wissenschafftsverlag Berlin Wien 1995):

Brustumfang X Brustumfang X Körperlänge / 119OO

Brustumfang:
Miss das Pferd einmal rundherum der obere Punkt liegt direkt hinter dem Widerrist (da wo er in die Rückenlinie übergeht) der untere Punkt ist in der Gurtlage (also ein bisschen schräg nach vorne)

Körperlänge:
vom Buggelenk zum Sitzbeinhöcker

Berechnung der verwertbaren Energie im Futter

Nach den Deklarationsvorschriften für Pferdefuttermittel darf die Angabe über die verwertbare Energie nicht auf dem Sackanhänger stehen. Viele Futtermittelhersteller publizieren diesen Wert daher in ihren Prospekten die diesen Vorschriften nicht unterliegen. Wer hierauf keinen Zugriff hat oder den Angaben nicht traut, kann sich mit den folgenden Formeln selbst die verwertbare Energie im Futter ausrechnen.

Die erste benötigte Angabe, ist die Angabe über den Gehalt an Rohnährstoffen. Drei dieser Werte, Rohprotein, Rohfett und Rohfaser – findet man als Prozentwert auf dem Sackanhänger. Der vierte benötigte Wert, die N-freie Extraktstoffe (im Prinzip die Stärke in den Körnern) errechnet sich wie folgt:

100
– % Rohprotein
– % Rohfett
– % Rohfaser
-% Rohasche (Sackanhänger)
– % Rohwasser (Differenz zwischen Gewicht und Trockensubstanz)

Wenn für die Trockensubstanz kein Wert bekannt ist, so kann man bei den heute üblichen Mischfuttermitteln mit einem Anhaltswert von 10% rechnen.

Der sogenannte Bruttoenergiegehalt (BE) der Rohnährstoffe ist bekannt und steht in der dritten Spalte der folgenden Tabelle. Dieser Bruttoenergiegehalt ist aber nicht das, was vom Pferd auch verwertet wird, da ein nicht unerheblicher Teil der im Futter enthaltenen Energie durch Kot und Urin ungenutzt wieder ausgeschieden wird. Durch Fütterungsversuche hat man die mittlere Verdaulichkeit der Rohnährstoffe (Verd) ermittelt. Die Werte stehen in Spalte 4 der Tabelle und können nach Meyer u.a., 1981, auch für die Berechnung von Energiegehalten von Mischfuttern herangezogen werden.

RohnährstoffKurzBEVerd
RohproteinRP23,0 kJ/g80%
RohfettRF38,1 kJ/g70%
RohfaserRfa17,2 kJ/g35%
N-freie ExtraktstoffeNPE17,2 kJ/g80%

Die verdauliche Energie in Mega Joule (MJ) je kg Futter ergibt sich durch Aufsummierung der Energien der Rohnährstoffe die sich wie folgt berechnen:

% Rohnährstoff X Bruttoenergiegehalt X % Verdaulichkeit / 10 000

Beispiel für ein Futtermittel mit 12% Rohprotein, 15% Rohfett, 8 % Rohfaser, 10 % Rohasche und 10 % Rohwasser:

12X23,0X80/10.000
+15X38,1X70/10.000
+8X17,2X35/10.000
+100-12-15-8-10-10=45X17,2X80/10.000

Aus der Summe der rechten Spalte ergibt sich ein Wert von 12,9 MJ vE / kg.

 

Berücksichtigte Daten in der Rationsberechnung

Die bereitgestellte Kalkulationsdatei enthält den Futterbedarf erwachsener Perde für 5 verschiedene Pferdegewichtsklassen bei jeweils 4 verschiedenen Belastungsstufen.
Die Belastungsstufen und ihre Interpretation sind in der Literatur sehr unterschiedlich. Wir haben uns dann für eine Einteilung entschieden bei der Erhaltung schon eine gewisse Zeit Reiten pro Tag beinhaltet. Die Werte sind Anhaltswerte!!!.

Gewichtskategorien: 200 kg, 300 kg, 400 kg, 500 kg, 600 kg

Leistungskategorie 1 Erhaltungsbedarf:

Boxenhaltung mit täglich einer Stunde Arbeit oder Weidehaltung mit mehrmals wöchentlichen Ausritten.

Leistungskategorie 2 leichte Arbeit:

Vorbereitungstrainung für Tuniersport, täglich eine Stunde intensives Dressur-, Spring-,Distanz- oder Fahrtraining. Weidehaltung mit täglich einer Stunde Arbeit

Leistungskategorie 3 mittlere Arbeit:

Wettkampfbelastung (z.B. Springen, Dressur oder Distanzritte) mit täglichem Intensivtraining plus mehrmals wöchentliche Ausritte oder tägliche Ausritte von drei Stunden mit 30 Min. Galopp

Leistungskategorie 4 schwere Arbeit:

tägliche Arbeit von mehr als vier Stunden z.B. Planwagentouren in hügeligem Gelände oder ganztägige Forst- und Landwirdschaftsarbeit, Wanderritte von täglich sechs bis acht Stunden, Training für einen Distanzritt.

Für den Futterbedarf werden folgende Werte soweit bekannt berücksichtigt:

Trockensubstanz, verdauliche Energie, Rohprotein, verd. Rohprotein, Rohfaser, Rohfett, Max.einsetzbare Menge, Calcium, Phosphor C : P, Natrium, Magnesium, Vit. A, Vit. D, Vit. E, Vit. K, Vit. B1, Vit. B2, Vit. B6, Vit. B12, Nikotinsäure, Panthothensäure, Biotin, Folsäure, Cholin, Vit. C, Carotin, Eisen, Mangan, Zink, Jod, Kobalt, Molybdän, Selen, Kupfer, Kalium, Schüttgewicht, Preis je Kilo

Bedienungsanleitung zur Futterrationsberechnung

Rationsberechnung beim Pferd
Rationsberechnung beim Pferd

Nach erfolgreichem Download öffnet man die Datei mit dem Programm Libre Office Calc oder mit Excel (Version 5 oder höher).

Das sich öffnende Kalkulationsblatt teilt sich in drei Bereiche:

In der oberen linken Ecke sieht man die verschiedenen Gewichts und Leistungsklassen und den entsprechenden Bedarf an Nährstoffen, Mineralien und Vitaminen. Es ist jeweils beschrieben, ob es sich um einen minimalen oder einen maximalen (nicht zu überschreitenden) Wert handelt. Das entsprechende Pferd ist auszuwählen und die Nummer ist in das dafür vorgesehene Feld einzutragen (rechts oben).

Im oberen rechten Bereich erfolgt die Rationsberechnung. In den hellgelben Feldern mit roter Schrift sind die zu fütternden kg je Futter einzutragen. Darunter sieht man, wenn die Futterdatenbank gepflegt ist, die zu fütternden Liter (wer will schon jeden Tag das Futter abwiegen).

Im unteren rechten Bereich befindet sich die Futterdatenbank. Hier sind alle uns geläufigen Futter mit ihren (soweit bekannten) Inhaltsstoffen eingetragen. Leider sind dies in der Regel nur die deklarierungspflichtigen Zuschlagstoffe. Der Gesetzgeber setzt den Futtermittelherstellern sehr enge Grenzen, was sie auf den Sackanhängern angeben müssen bzw. dürfen. Wenn uns die vollständigen Werte aus Futtermittelanalysen vorliegen, so ist dies separat vermerkt.
Die letzten drei Zeilen (rot hinterlegt) der Futtertabelle können /müssen noch bearbeitet werden. Hier müssen fehlende oder abweichende Preise ergänzt werden. Die Preisangaben (wenn vorhanden) sind veraltete empfohlene Verkaufspreise der Hersteller oder bei unseren Händlern erfragte Preise.
Außerdem muß bei dem einen oder anderen Futter das Gewicht je Liter eingetragen werden. Der Vorgabewert 1 ist notwendig, damit in der Rechnung keine Division durch Null entsteht! (Es ist erstaunlich wie wenig Futter wiegt!). Nur so kann später eine exakte Bedarfsmenge in Litern ermittelt werden.

Wer andere Futter benutzt / kennt, kann diese in die dafür vorgesehenen Spalten in der Futterdatenbank (UNTERES RECHTES Viertel) eintragen. Wir haben eine Ergänzung von bis zu 13 Futtermitteln vorgesehen.

Folgende Vorgehensweise hat sich bei der Optimierung der Ration als sinnvoll herausgestellt:

Nach der Auswahl einer passenden Pferd / Leistungsklasse beginnt man damit Stroh und Gras / Heu / Silage einzutragen. Die maximale Menge ergibt sich, wenn die maximale Trockenmasse erreicht ist (Mehr frisst Euer Pferd nicht!). Als nächstes reduziert man die Mengen wieder und ergänzt mit Kraftfutter bis die Eiweis und Energiewerte stimmen. Im dritten Schritt kontrolliert man die Vitamin und Mineralstoffwerte. Hier kann man entweder durch mineralisierte Kraftfutter oder durch Mineral/Vitaminpräparate korrigieren.

Neben der Rationsspalte erscheint ein Meldung, wenn sind die geforderten Werte unter- oder überschritten werden. Hier kommt es machmal aufgrund von Rundungsfehlern in der x-ten Nachkommastelle trotz einer offensichlich ausreichenden Menge zu einer Meldung. Diesen Kommentar bitte ignorieren.

Felder die oben rechts eine rote Markierung haben, sind mit einem Kommentar versehen (z.B. die Formel nach der berechnet wird).

Zur besseren Übersicht kann man Spalten von nicht benötigten Futtermitteln ausblenden. Dazu ist es allerdings notwendig den Blattschutz aufzuheben (siehe unten).

Um zusätzlich zum Futter auch die gesamten Haltungskosten berechnen zu können, haben wir unsere Tabelle im rechten Bereich um einige Spalten erweitert. Die hier einzutragenen Werte sind analog zu den Futterwerten einzugeben.

Bitte beim Ausfüllen beachten, dass viele Felder mit Formeln versehen sind. Wir haben bewusst auf einen Zellschutz verzichtet, um eine möglichst große Kompatibilität zu den diversen Kalkulationsprogrammen zu haben. Wenn die Datei zerstört ist, einfach neu herunterladen!

Berechnungsdownload

Bei der herunterzuladenden Datei handelt es sich um eine makrofreie Datei im Format Libre Office ods.

Bitte den Ort an dem die Datei gespeichert wird merken. Dann mit dem Dateimanager oder Explorer suchen und doppelt anklicken. Es wird dann eine Datei namens Futter.ods geöffnet. Dies erfolgt entweder mit dem Programm Microsoft Excel oder mit dem Open Source Programm Libre Office Calc

Die Datei wird immer wieder aktualisiert und verbessert, also das Datum des letzten Downloads merken, um bei Neuerungen / Ergänzungen den Überblick zu haben.
Viel Spaß beim Zusammenstellen Eures optimalen Futters!

Die links zum Download bereitgestellten Datei enthält die oben beschriebene Berchung:

Futterrationsberechnung Libre Office Version

Zum Download links auf das Bild klicken!

weiterführende Literatur

Die DLG- Futterwerttabellen Pferde waren lange Zeit das Mittel der Wahl, um Futterwerte zu erhalten. Viele der Werte aus diesem Buch waren die Basis für unsere Futterrationsberechnung. Es handelte sich um ein reines Zahlenwerk, insbesondere interessant, wenn gezüchtet werden soll, da die Werte für Fohlen und Zuchtstuten nicht in unserer Rationsberechnung enthalten sind.

Leider gibt es dieses Heft nicht mehr. Die Daten finden sich jetzt in einer gebührenpflichtigen online Datenbank. Der Preis pro Jahr beträgt 40 Euro (Stand Dezember 2020).
Hier ist der Link zur Datenbank: https://datenbank.futtermittel.net/

Pferdefütterung von Manfred Coenen und Ingrid Vervuert

Herausgeber : Thieme; 6., aktualisierte Edition (23. Oktober 2019)

ISBN-10 : 3132411787

Dies ist wahrscheinlich das meistverkaufte Pferde – Veterinärmedizinbuch in Deutschland. Nicht nur für Tierärzte und Studenten sondern für jeden, der sich mit der Ernährung von Pferden beschäftigen möchte. Dieses Standardwerk wurde ursprünglich von Helmut Meyer geschrieben und wird es jetzt von den oben genannten Autoren immer wieder an die neusten Erkenntnisse angepasst.

Wir haben hier Amazon verlinkt, da man so direkt einen Blick ins Buch werfen kann.

Ingolf Bender Pferdehaltung und Fütterung
Pferdehaltung und Fütterung von Ingolf Bender

Herausgeber : Franckh Kosmos Verlag; 1. Edition (6. August 2015)

ISBN-10 : 3440149889

Das abgebildete Buch ist die Zusammenfassung von zwei Büchern von Ingolf Bender. Sie lassen sich gut lesen und vermitteln ein praxisgerechtes Wissen.

Kundenrezensension aus Berlin über den Fütterungsteil bei Amazon.de:

Ingolf Bender hat es geschafft, die sonst trockene Materie der Futterberechnung leicht verständlich und interessant zu vermitteln. Einzelne Futtermittel werden ausführlich vorgestellt, wichtige Merksätze und Grundregeln in Tabellen extra hervorgehoben. Berechnungsbeispiele und Erläuterungen zum Freßverhalten und dem Verdauungstrakt runden die Informationen ab. Besonders gut hat mir gefallen, daß bei den Bedarfstabellen auch auf die einzelnen Pferdetypen/-rassen eingegangen wird. Wirklich ein großartiges Buch für die Praxis!

Link zu Amazon (Blick ins Buch)