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Futterdosierer für den Aufbau einer Fütterungsanlage

Die Futterdosierer in unserer Anlage

Als Futtterspender / Futterdosierer können in der aufzubauenden Anlage beliebige Maschinen eingesetzt werden. Diese selber herzustellen ist nicht lohnend, da sie bereits ab ca. 300 Euro käuflich erworben werden können.

Bei Anlagen für kleinere Gruppen ist es unter Umständen sinnvoll (evtl auch bei Ebay) nach Einzeldosierern für Boxenpferde zu schauen.

Eine andere, sehr preiswerte und gut nach zu bauende Methode zur Futterdosierung mittels Druckluft wird auf einem Video des Bewegungsstall Immendorf gezeigt (zu finden unter Haltung / Fütterung). Nachteil von Druckluftsteuerungen ist die Empfindlichkeit der Ventile gegenüber der Kombination aus Kälte und Wasser = Eis. Hier muss man mit technischen Maßnahmen für eine absolut trockene Luft sorgen.

Um die Dosierer später in der von uns beschriebenen Steuerung betreiben zu können, müssen sie mit Niederspannungs Gleichstrom laufen. Das sind 6-24 Volt, wobei sich 12 Volt empfehlen, da es hier besonders einfach ist, passendes elektrisches Zubehör zu bekommen (12V ist die Spannung in KFZs). Diese Vorgabe wird von vielen Dosierern erfüllt, da Niederspannungs Gleichstrom auch unter Sicherheitsaspekten zu empfehlen ist.

Eine weitere Vorgabe für den Anschluss an die von uns beschriebene Steuerung ist, dass der Dosierer ein Signal abgeben muss, wenn er eine Umdrehung gemacht hat. Dies dient zur exakten Dosierung (Futter bei einer Schneckendrehung) und zum Erkennen von Blockaden. Keine Rückmeldung nach X Sekunden bedeutet, die Schnecke oder der Motor ist blockiert. Dies wird von unserer Steuerung ausgewertet und zur Anzeige gebracht.

Position Reedkontaktschalter Hier sieht man wie der Schalter außen am Getriebegehäuse positioniert werden kann. Rechts sieht man den verwendeten Schalter. Wichtig: Magnetstrahlen gehen durch Edelstahl, Guss, Aluminium und Kunststoff aber nicht durch Eisenblech!

Dieses Vorgabe wird nicht von allen Dosierern / Motoren erfüllt, lässt sich aber "schnell" mit einem kleinen, starken Magneten (Neodym) und einem Reedkontaktschalter nachrüsten.

Wir haben das bei uns so gelöst, dass wir das Motorgetriebe aufgeschraubt haben und dort den runden Magneten (10mm Durchmesser) in ein Loch gepresst / geklebt) haben, das wir vorher in das Zahnrad gebohrt hatten, das auf der Welle der Förderschnecke läuft. Der Reedkontaktschalter wurde dann mit einem kleinen Winkel am Getriebe des Motors befestigt und gibt jetzt jedes Mal ein Signal, wenn der Magnet im Inneren des Getriebes vorbei läuft.

Genauso sind aber auch Befestigungen des Magneten an der Förderschnecke denkbar. Hier muss man an den individuellen Dosierer angepasste Lösungen suchen.

Alternativ kann über die Motorsteuerung auch der Motorstrom überwacht werden. Diese Variante lässt sich durch Programmänderung und angepasster Steuerungshardware ebenfalls umsetzen, wird aber von uns nicht verfolgt.